Weinbewertung
Die Weinkritiken und Weinbewertungen beruhen auf Degustationen, die in unseren Bordeauxseminaren und von Weinkonzil
regelmäßig zu Testzwecken durchgeführt werden. Bei den Kritiken geht es uns in erster Linie darum einen Wein möglichst ob-
jektiv zu beschreiben, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit und alleinige Richtigkeit zu erheben, da es sich beim Wein um ein komplexes und dynamisches Produkt handelt, das sich mit der Zeit verändert.
Neben dem Alter des Weins und den Bedingungen (wie Temperatur, Lichtverhältnisse, und der Tageszeit der Verkostung) un-
terliegen die Flaschen eines Château desselben Jahrgangs, qualitativen Schwankungen (Variationen). So lange sich diese Vari-
ationen in engen Grenzen halten ist dies als statistisch normal anzusehen. Fallen die qualitativen Änderungen von Flasche zu
Flasche größer aus, wirkt sich dies störend auf die Wahrnehmung und die Bewertung des Weins aus. Das Ziel muss daher sein,
ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau mit geringen Variationen zu erreichen, was insbesondere für die Grands Vins des Bor-
deaux gilt, die zudem eine Vorbildfunktion haben.
Die Bewertung des Weins in der Bandbreite von 0-20 Punkten erfasst die Qualität des Weins. Dieser Begriff, der in der Li-
teratur im Zusammenhang mit der Weinbewertung sehr unscharf oder gar nicht definiert ist, wird bei Weinkonzil synonym
für die "Größe des Weins" verwendet. Sie wird von uns an folgenden Faktoren festgemacht, die an dieser Stelle unkommentiert
aufgezählt werden. Für eine weiterführende Diskussion, es fließen auch physikalische und chemische Parameter in die Bewer-
tung ein, verweisen wir auf unsere Bordeauxseminare.
Die Qualität (Größe des Weins)
- Der Komposition des Weins
- Der Aromatik des Weins (Komplexität)
- Der Lagerfähigkeit des Weins
Die Weinkritik geht auch auf die Stilistik der Weine ein, die im Bordeaux eine große Bandbreite hat und in erster Linie von dem
Anbaugebiet (Appellation) abhängt. Die Weinstile werden aber nicht bewertet, es wird also keine Aussage darüber getroffen, ob
z.B. ein Pauillac besser ist als ein Margaux, und daher gehen auch die persönlichen Vorlieben des Verkosters nicht in die Punkte-
bewertung ein. Das bedeutet für den Weinliebhaber, dass er erst einmal herausfinden muss, welche Stile ihm am besten gefal-
len und zusagen. Die beste Gelegenheit dazu bieten die Seminare von Weinkonzil, die wir mit aus diesem Grund durchführen.
Punktebewertungen machen nur Sinn, wenn man Weine aus einer definierten Region, in dem Fall dem Bordeaux, miteinander
vergleichen will und das ist schon schwierig und problematisch genug. Ein Vergleich auf der Ebene von unterschiedlichen An-
baugebieten (z.B. Bordeaux und Burgund) oder sogar auf Länderebene macht, nach unseren Erfahrungen, definitiv keinen Sinn!
Die Punkte in der von uns verwendeten Skala, die in Abstufung von 0,25 Punkten engesetzt wird, geben folgende Inforrmatio-
nen zur Qualität eines Weins an. Bitte beachten Sie, dass sich diese Aussage immer auf den angegebenen Verkostungszeitpunkt
bezieht und sich im Laufe der Zeit ändern kann. Weine sind, wie bereits oben erwähnt, dynamisch und verändern sich mit der
Zeit!
Die Weinkonzil-Punkteskale
- 0 : fehlerhafter, nicht bewertbarer Wein
- 1 - < 5 : mangelhafter Wein
- 5 - < 10 : minderwertiger Weine
- 10 - < 12 : ordentlicher Wein mit Schwächen
- 12 - < 15 : ordentlicher, eher rustikaler Wein
- 15 - < 17 : guter Wein
- 17 - < 18 : sehr guter Wein
- 18 - < 19 : hervorragender, großer Wein
- 19 - < 20 : herausragender, großer Wein
- 20 : überragender, großer Wein
Die Bewertungen der Weine der namhaften Châteaux finden Sie unter dem jeweiligen Anbaugebiet (Appellation) im Auswahl-
menü links. Aus der Liste können Sie die Weine anklicken und finden dann die verkosteten Jahrgänge mit Weinkritik und Be-
wertung.
Viel Spaß beim Lesen und Vergleichen!
